Der Onlinekurs
"Der Letzte-Hilfe-Koffer"
Was Du konkret tun kannst –
davor, dabei, danach
von Iljana Planke
www.Reiki-fuer-Tiere-Seminare.de
www.Mit-Tieren-kommunizieren.com
Irgendwann altert und stirbt leider jeder.
Deshalb tut es gut, darauf dann wenigstens
o emotional vorbereitet zu sein,
o um die Vorgänge zu wissen,
o hilfreiche Tools zu haben.
Durch diesen Kurs wandelt sich
Diffuses zum Wissen um die natürlichen Vorgänge
Unsicherheit zu dem Gefühl, vorbereitet zu sein
Hilflosigkeit zu der Kenntnis von hilfreichen Tools
Angst zu einer neuen Klarheit und zum Vertrauen
Der Inhalt des Kurses
Ich beschreibe achtsam und liebevoll die drei ganz natürlichen Phasen
und gebe praktische Tipps für sich selbst und die Begleitung des Tieres.
Die drei Phasen sind:
1. Teil: Das "Davor" mit dem Schwächerwerden
2. Teil: Das "Dabei" mit dem Antreten der letzten Reise
3. Teil: Das "Danach" mit dem zur Ruhe betten und dem Trauern
Im 4. Teil dieses Kurses beantworte ich häufig gestellte Fragen dazu.
Zu mir
⚛ Mein Name ist Iljana Planke und in meiner "Praxis für Mensch und Tier" habe ich seit 2005 über vierhundert alte, schwerkranke und sterbende Tiere bei ihren letzten Lebensphasen sowie deren Halterinnen und Halter individuell begleitet.
⚛ In meinem Buch "Tierkommunikation" gehe ich in drei Kapiteln ausführlich 1. auf die Sterbephasen, 2. was Tiere von dem Leben nach dem Tod berichteten und 3. den Umgang mit der Trauer ein.
⚛ Ich habe eine einjährige Ausbildung als Sterbe- und Trauerbegleiterin für Menschen und deren Angehörige, und eine Ausbildung als medizinisch-pädagogische Heilerzieherin.
⚛ Durch meine Tiere kenne ich auch die Gefühle von Trauer, Überlastung, Schuld bis Ohnmacht. Und auch das Glücklichsein darüber, mit solch Wunderbaren zusammengelebt zu haben.
Das Leben wird enden, aber nicht die Liebe.
Einführung
Das Sterben ist der Prozess eines Wandels.
Die drei Phasen "Davor", "Dabei" und "Danach" beschreiben diesen Wandlungsprozess. Das Wissen um die Phasen hilft dabei, diesen Prozess als etwas Natürliches zu erleben. Mit ihnen hat man eine ungefähre Landkarte für den Weg mit seinem Tier ...
Die Phasen des Sterbeprozesses
In der 1. Phase, der Terminalphase, kommt allmählich die Zeit des Abschieds näher.
Die "Zeit" heißt im Lateinischen "Termin", Diese 1. Phase kann bei einer fortgeschrittenen Altersschwäche oder einer nicht mehr heilbaren Erkrankung Tage, Wochen oder auch Monate dauern.
Die 2. Phase, die Finalphase, umfasst die letzten Stunden.
"Final" bedeutet im Lateinischen "Ende". Sie kann bei Tieren und Menschen Sekunden, Stunden bis hin zu rund zwei Tagen dauern.
Die 3. Phase, die Trauerphase, wird gebraucht, um den Verlust zu verarbeiten.
Sie liegt normalerweise, je nach Grad der Beziehung, zwischen Tagen und vielen Jahren.
Liebes Tier, eines Tages wirst du gehen.
Aber du gehst mir nur voraus.
Denn eines Tages werde ich dir folgen
und den gleichen Weg wie du gehen ...
1. Teil
"Davor"
Bis zu diesem Lebenszeitpunkt war eine Gesundung oder die Aussicht auf eine Heilung das Übliche.
Doch nun weist die Richtung, die bei Gesunden von "im Leben sein" und bei Erkrankten "zum Leben hin" ist, hin "zu dem Abschied von diesem Leben".
Der kann für die einen Tiere viel zu früh sein, für andere stimmig und für einen Teil von ihnen wird er auch ersehnt. Das Lebensende ist genauso einzigartig wie das Leben.
Die 1. Phase ist bei einem schwerkranken oder altersschwachen Tier gut zu erkennen.
Es zieht sich vielleicht mehr zurück, kann meist nicht mehr alles so tun so wie früher.
Oft sucht es einen geschützten, ruhigen Platz und bleibt dort länger liegen.
Sonst war es möglichst nah bei den Menschen, jetzt legt es sich vielleicht weiter weg oder mag nicht mehr so lange oder nur noch ganz sanft gestreichelt und gekrault werden.
Es isst und trinkt unregelmäßiger und weniger oder mag nicht mehr alles.
Es lässt sich nicht mehr so begeistern, erledigt aber noch die Alltagstätigkeiten wie sich putzen oder jemanden begrüßen. Es geht seine Runden, wenn auch langsamer oder nicht mehr so weit.
Manche wirken so, als wenn sie träumen oder weit weg sind.
Bei der alten Hündin einer Freundin fühlte sich das in den Wochen vor ihrem Sterben so an, als würde die Seele der Hündin immer wieder stundenweise wie ein Luftballon angenehm hinweg schweben, nur noch von einer leichten Schnur gehalten, die zum Körper hinführte. Beim Futtern und Spazierengehen war der Seelen-"Ballon“"wieder im Körper, aber wenn sie ruhend auf ihrem Kissen lag, schwebte er wieder los.
Die typischen Symptome der 1. Phase
In dieser Phase können verschiedene Symptome auftreten, zum Beispiel:
o das Interesse und die Konzentration lassen nach
o es wird nicht mehr alles Gewohnte getan
o viel Liegen und Schläfrigkeit
o der Körper wird schwächer
o weniger Kraft und Ausdauer
o weniger essen oder tageweise Appetitlosigkeit
o die körperliche Verfassung wird zunehmend schlechter
o die Krankheit schreitet voran
o eine Inkontinenz beginnt
o eine Pflegebedürftigkeit tritt ein
o das Gehirn verarbeitet Gesehenes nicht mehr so gut, deshalb stolpert das Tier
o das Sehen und das Hören lässt nach bis hin zum Blind- und Taubwerden
o bei einem schwächer werdenden Gleichgewichtssinn aufpassen bei Treppen
o Desorientierung oder ein schwereres Begreifen von Zusammenhängen infolge des Rückgangs der Gehirnaktivitäten, aufgrund dessen ist auch
o Bellen, kurzes Fiepen und Stöhnen möglich oder
o eine motorische Unruhe mit Aufstehen und langem Herumtappen
o die Pfoten oder Beine sind kühler wegen der nachlassenden Durchblutung
o das Tier wirkt teilnahmslos oder zieht sich zurück, weil es mit sich selbst genug zu tun hat
o Typisch ist in dieser Phase ein Zurückziehen, das kann hinterm Sofa, ins Bad, unter der Sofadecke, in eine Kiste oder unter einem Gebüsch sein. Am besten eine weiche Unterlage an diesen Stellen anbieten und, wenn sie draußen sind, sie regensicher machen. Ich habe 21jährige Katzen kennengelernt, die fast nur noch unter einer Sofadeckenhöhle, unter der Badewanne lagen oder direkt vor dem warmen Kamin auf der Decke oder selbst im November noch stundenlang zugedeckt im Garten. Sowie Hunde und Kaninchen, die sich am liebsten unterm Bett aufhielten und sich dort am wohlsten fühlten.
Nicht alle Tiere haben alle Symptome.
Es kann auch ein Sich-Verabschieden beginnen.
Ich kannte einen kleinen Jagdhund, der sich in dieser Phase tagsüber kaum noch und unter beginnenden Schmerzen bewegte. Das Pärchen fuhr mit ihm nur noch zur täglichen großen Runde an seinen Lieblingssee. In der einen Stunde tollte er durch die Wiese, rannte am Ufer entlang, wollte immer wieder Stöckchen aus dem Wasser holen – so glücklich und mopsfidel wie früher. Die beiden meinten: "Hinterher ist er immer breit. Wir tragen ihn dann fast zum Auto. Uns kommt es so vor, als würde er seine ganze Tageskraft nur für diese eine Stunde aufsparen."
Was seinen Platz im Herzen hat, das kann man nicht verlieren.
Hilfen in der 1. Phase für das Tier
Das Liegen und Springen anpassen:
o Es dem Tier bequem machen, seine Plätze weich polstern mit Decken oder Kissen
o Ein niedriger Einstieg zu den Liegeplätzen
o Der Liegeplatz sollte so groß sein, dass es sich ganz laaang ausstrecken kann. Denn vielen fällt es schwer, sich wie früher leicht eingerollt zu liegen.
o Bevor es sich auf meine Oberschenkel legt, ein Kissen unterlegen, damit es weich liegt
o Für eine altersgerechte Toilette mit niedrigen Einstieg eine Pappkiste auf fünf Zentimeter Höhe kürzen, in eine große Mülltüte stecken und Streu auffüllen
o Ein oder zwei Toiletten in der Nähe der Liegeplätze aufstellen, damit der Weg nicht mehr so weit ist, denn das kostet Kraft.
o Handtücher oder Inkontinenz-Unterlagen auflegen oder Tierwindeln verwenden
o Vor Terrassentür, Schwellen, Toilette eine Rampe bauen aus Holzbrett oder Handtüchern
ö Pappkartons, Handtücher oder Sitzkissen stapeln als Treppenstufen vor Sofa, Bett, Tisch, Fenster-Lieblingsplatz
o Manche Tiere mögen keine Veränderungen und werden die Angebote nicht nutzen
o Eine Schräge ins Auto oder hinein heben statt hinein springen müssen
Das Essen und Trinken anpassen:
o Mehrere Trink- und Essmöglichkeiten in der Nähe der Liegeplätze aufstellen, damit der Weg nicht mehr so weit ist. Ein krankes, bewegungssteifes Tier sollte nicht überlegen müssen, ob es mühsam aufsteht, um was zu trinken oder ob es lieber durstig bleibt
o Eventuell das Essen mit Gabel zerdrücken oder pürieren
o Das Essen mit Wasser oder Gelee feuchter machen für genug Flüssigkeitsaufnahme
o Ehemalige Lieblingsessen anbieten oder das, was man nicht oder nur selten gab
Das Laufen dem Pflegegrad anpassen:
o Nicht mehr ein Kommen verlangen, sondern selbst zum Tier hingehen
o Sich öfter im gleichen Raum wie das Tier oder in seinem Sichtbereich aufhalten, damit es nicht extra laufen muss, um dich zu sehen
o Statt Leine ein Geschirr nehmen, wenn das möglich ist, um Gleichgewicht zu unterstützen
o Ruhigere Tageszeit für das Gassigehen wählen
o Geduldig werden und auf das Tier warten, bis es wieder neben oder vor mir läuft!
o Langsam und nicht mehr vorneweg, sondern in seinem Tempo neben ihm gehen!
o Jeden Tag neu abschätzen, wie viel man dem Tier zumuten kann
Angenehme Wärme im Alter und bei weniger Durchblutung:
o Für das Warmbleiben eine Decke, Wärmeflasche, Heizdecke oder evtl. Rotlicht anbieten
o Höhlen aus Decken oder unter einem Tisch, unter behangenen Wäscheständern, unten im Regal oder auf einem "Nest" einrichten
o Einen Liegeplatz neben der warmen Heizung anbieten oder auf einer Heizdecke
o Ein Liegeplatz einrichten, auf den die Sonne scheint, ob in der Wohnung oder im Garten
o Für frische, aber nicht kalte Luft sorgen, zum Beispiel durch kurzes Lüften
o Wärme, Sonnenlicht und aufgelegte Reikihände können angenehme Stunden bereiten
o Bei Schmerzen oder Leiden eine palliative Schmerzmitteltherapie beginnen.
"Palliativ" heißt im Lateinischen "mit einem Mantel umhüllen". Die Palliativmedizin versucht, da Heilung nicht mehr möglich ist, die Lebensqualität zu erhöhen oder zu erhalten. Für Menschen wird sie in über 300 deutschen Kliniken und Hospizen sowie mobil Zuhause angeboten und von den Krankenkassen bezahlt. Zur palliativen Versorgung gehört insbesondere eine angepasste Schmerztherapie, aber auch Hilfe bei Atemproblemen u.a.m.
o Manche empfehlen, das Tier "sicherheitshalber einzuschläfern, weil es sonst eventuell leiden könnte." Bei dieser Hypothese, die nicht eintreten muss, wäre ein palliatives Angebot, dem Tier, anstatt es nur aufgrund solch einer Annahme einzuschläfern, doch besser mehrstündig oder tagelang vorhaltende Schmerzmittel zu geben. Damit wäre sichergestellt, dass es jetzt oder später oder auch in der eventuell einsetzenden finalen Phase keine Schmerzen hat, es also nicht leiden kann.
o Lässt sich nicht genau feststellen, ob es nicht doch ab und an leidet und Schmerzen hat, dann kann man mit schmerzreduzierenden Akupunkturen oder Mittelgaben beginnen. Es gibt auch homöopathische Schmerzmittel ohne Nebenwirkungen auch nach Jahren. Zum Beispiel das oft gegebene "Zeel vet.". Bei Problemen durch Verschleiß im Bewegungsapparat könnte mit dem bekannten "Traumeel vet." probiert werden, Linderungen zu erreichen.
o Man könnte sich rechtzeitig (starke) Schmerzmittel mitgeben lassen, die man im Fall des Falles, zum Beispiel, wenn nachts plötzlich etwas auftritt, gleich selbst verabreichen kann.
o Zu Tierärztinnen und Tierärzten gehen, die geriatrisch und palliativ arbeiten.
"Geria" bedeutet im Griechischen "alt", die Geriatrie ist ein medizinischer Fachbereich für Alte mit einer speziellen fachlichen Ausbildung. Sie achtet zum Beispiel auf die Verträglichkeit und den Abbau von Medikamenten bei altersschwachen Organen und die spezifische Dosierung für Alte. Die unterscheiden sich nämlich zum Teil sehr von Tieren mittleren Alters. Auch die Nebenwirkungen können bei Alten oder Schwerkranken zunehmen, so dass abzuwägen ist, ob die Vorteile eines Medikaments noch größer sind als dessen Nachteile. Deshalb sollten die bisherigen und auch die kommenden Medikamente auf die altersspezifische Dosierung oder generell überprüft werden.
Auch wenn das Sterben kein Krankheitsfall, sondern ein natürlicher Vorgang ist, sollte man körperliche Probleme trotzdem abklären, soweit das geht und es dem Tier hilft.
o Der "Freiwilligen Verzicht auf Nahrung und-oder Flüssigkeit", abgekürzt "FVNF", ist ein palliativmedizinischer Fachbegriff. Der Körper von Schwerkranken Menschen und Tieren im Endstadium und bei Sterbenden stellt aus Mangel an Lebensenergie die Stoffwechselvorgänge ein, was den Sterbeprozess erleichtert. Das kennt man auch von Kranken, die bei einer Grippe keine Lust mehr auf Essen haben, weil der Körper seine Kraft lieber in die Selbstheilung steckt, anstatt eine große Mahlzeit zu verdauen.
Wird bei Sterbenden aber trotz des Nicht-mehr-essen weiter Nahrung oder Wasser eingeflößt oder Medikamente verabreicht, dann belastet das den Organismus unnötig. Unverdaute Nahrung kann bei Schwachen, Schwerkranken oder Sterbenden zu Koliken, Krämpfen und Durchfall führen, weil der Verdauungsapparat die Arbeit sehr stark oder völlig eingestellt hat. Das muss aber nicht passieren.
In der palliativen Sterbebegleitung von Menschen ist wissenschaftlich klar: "Das Sterbefasten ist kein Verhungern. Bei dem FVNF stirbt jemand nicht, weil er nichts mehr isst oder trinkt. Sondern er isst und trinkt nichts mehr, weil er stirbt."
Der Sterbevorgang durch den FVNF ähnelt einem natürlichen Sterbeprozess. Durch den freiwilligen Nahrungsverzicht kommt es zu einer körpereigenen Endorphinausschüttung, die stimmungsstabilisierend und schmerzlindernd wirkt! Der Tod tritt infolge des FVNF in der Regel friedlich im schlafenden Zustand durch einen Herzstillstand ein.
Bezüglich des Essens ist es deshalb oft eine sehr schwierige Entscheidung, was man macht, wenn ein Tier von sich aus nicht mehr isst oder nicht mehr genug isst. Lässt man es bei seiner Entscheidung oder verabreicht man ihm erstmal noch Essen bzw. Aufbauspritzen? Wenn man ganz sicher ist, dass das Tier nicht krank oder in ein Trauma verfangen ist, sondern wirklich im Sterben ist, dann wäre es gut, das Tier bei dessen freiwilligen Nahrungsverzicht zu begleiten. Ansonsten sollte man das Essen- und Medikamente-Verabreichen als einen individuellen, täglich neu abzuwägenden Versuch sehen.
o Man kann eine Tierkommunikation machen lassen, um zu erfahren, wie es dem Tier körperlich und emotional geht und was es sich wünscht. Beim www.Netzwerk-Tierkommunikation.de findet man dafür über dreißig Profi-Tierkommunikatorinnen.
"Es ist schön, in der Abendsonne zu liegen und zu wissen, ich werde geliebt."
Hilfen in der 1. Phase für sich selbst
Die Begleitung Alter und Schwacher ist kein Spaziergang, sondern braucht meist viel Kraft. Einerseits durch die Pflege und anderseits für die aufkommenden Gefühle.
In dieser besonderen Situation mit der Doppelbelastung kann helfen:
Auf den eigenen Kräftehaushalt achten:
o Sich fragen, welche Möglichkeiten gibt es, die eigenen Batterien aufzuladen?
o Ein Austausch mit anderen
o Zu kooperativen Tierärztinnen und -ärzten wechseln, die deine Fragen beantworten und auf deine Befürchtungen eingehen
o Vielleicht findest Du sogar geriatrisch und palliativ arbeitende Tierärztinnen oder -ärzte?
o Spirituelle Kräfte, wie Engel, Gott oder Krafttiere um Fügungen und Unterstützung bitten
Achten auf die eigenen körperlichen Ressourcen
o Pflege kann schwer sein, deshalb die richtigen Hebetechniken oder Hilfsmittel nutzen
o Die eigenen Ressourcen schonen, wann immer das möglich ist
o Bei Schlafmangel, Erschöpfung und körperlichen Beschwerden andere fragen, ob sie mich konkret bei ... unterstützen können?
Wenn etwas mehr Kraft kostet, als man in der Zeit bekommt,
dann kommt es zu einer Schieflage im persönlichen Energiehaushalt.
Eine Tierkommunikation machen lassen.
o Das Tier erhält bei solch einem Gespräch die Möglichkeit, seine Sicht zur bevorstehenden letzten Lebensphase zu äußern, Zusammenhänge erklärt zu bekommen und die Art sowie den Zeitpunkt seines Sterbens mitzubestimmen. Das tut den Tieren sehr gut und hilft ihnen. Deshalb sind die befragten Tiere nach einer Tierkommunikation in der Regel entspannt und in Frieden.
o Es könnten folgende Fragen an das Tier gerichtet werden:"Leidest du, hast du Schmerzen, wenn du …?", "Was brauchst du gerade?", "Möchtest du auf natürlichem Weg sterben oder soll dir eine Ärztin oder ein Arzt dabei helfen? Das geht ganz schnell und du schläfst dabei.", "Kannst du mitteilen, wann dir das am liebsten wäre?", "Was wünschst du dir?" o.a.
o Die erhaltenen Informationen können den Halterinnen und Haltern auch dabei helfen, eventuelle Entscheidungen im Sinne des Tieres zu treffen.
Es ist so hilfreich und auch entlastend für die Halterin oder den Halter, wenn man erfährt, was sein Tier gerade im Alltag braucht, ob es vielleicht Schmerzen hat und leidet - dagegen sollten selbstverständlich Schmerzmittel gegeben werden, wie es sterben möchte und was es sich wünscht.
o Meist reicht eine Kommunikation aus, in der das geliebte Tier mitteilen kann, wie es seine Lage empfindet und was es sich deshalb für sich wünscht. Bei Tieren, die langsam kränker oder schwächer wurden, sind nach einer ersten Tierkommunikation immer wieder mal kurze Update-Gespräche empfehlenswert, um den neuesten Stand zu erfahren.
Tiere wissen genau, ob und wo ihnen etwas wehtut und was ihre Bedürfnisse in dieser Lebensphase sind. Die Krankenschwester und Sterbebegleiterin Ramona Bruhn vom Malteser-Hospiz Hamburg, eins von achtundachtzig palliativen Angeboten in Hamburg, stellte das Gleiche bei Menschen fest. Sie sagte nach mehr als eintausend persönlichen Begleitungen: "Der sterbende Mensch und die betroffenen Familien wissen, was für sie richtig ist und was sie brauchen."
Jedes Tier hat eigene Bedürfnisse.
Deshalb braucht es individuelle Lösungen.
Für die eigenen Emotionen und Fragen:
o Gefühle wie Ohnmacht, Angst, Schuld, Scham, Gereiztheit, Wut, innere Unruhe, Hoffnungslosigkeit Zorn, Vorwürfe, Trauer u.a. sind ganz normal und kennen alle.
o Über Selbstvorwürfe, Schuld- oder Ohnmachtsgefühle behutsam reflektieren
o Viele sind emotional überfordert, wenn es um eine Euthanasie geht. Damit man nicht das nicht allein entscheiden muss, kann man eine Tierkommunikation machen lassen und das Tier zu seiner Sicht und seinen Wünschen diesbezüglich befragen.
o Sich entschuldigen, um Vergebung bitten oder vergeben, einen Ausgleich anbieten.
o Altes klären, ins Reine mit sich und mit dem Tier kommen.
o So gut das geht, sich immer wieder mal fragen: "Was fühle ich gerade?"
o Gefühle und Gedanken nicht wegdrücken, sondern beispielsweise verbal oder schriftlich im Tagebuch oder Briefen ausdrücken oder kurz im Kalender notieren.
o Sich immer wieder mal fragen: "Wer könnte mir helfen? Was wünsche ich mir?"
o Eine Antwort auf seine Probleme, Befürchtungen oder Schuldgefühle suchen
o Eine bodenständige Antwort suchen auf die Thesen von anderen.
Typisch Thesen, die hinterfragt werden sollten, sind:
~ "Wenn alles im Leben ein Spiegel ist – dann bist du auch daran schuld, dass dein Tier krank wurde oder stirbt." - Das stimmt so natürlich nicht! Was ich denke, das ist immer ein Spiegel für mich selbst. Aber was andere machen oder haben, das ist eine Folge von verschiedenen Einflüssen, also von deren Genetik und deren Familiengeschichte, deren eigenen Problemen, deren früheren Lebensumständen, deren früheren Begegnungen mit anderen Menschen und Tieren, den Menschen und Tieren, mit denen sie zusammenleben und den derzeitigen Umständen sowie von ihren Seelenplänen. Der eigene Einfluss ist also nur einer von vielen verschiedenen Einflüssen.
Ein Lebewesen stirbt nicht, weil ein anderer etwas fühlt oder denkt oder es sich vorstellt. Wenn das ausreichen wäre, dass jemand nur oft genug denken, wünschen oder visualisieren würde, dass jemand stirbt - wie würde es dann auf der Welt aussehen? Kann man jemals so viel Gedankenkraft aufzubringen, damit man so etwas materialisieren kann? Noch dazu entgegen dem klaren Lebensplan eines Tieres oder eines Menschen?
~ "Mir wurde gesagt, dass ich das Tier loslassen soll, damit es sterben kann - aber ich will doch, dass es lebt!" Es ist so: Ein Lebewesen stirbt nicht, weil wir was denken oder fühlen. Sondern ein Lebewesen stirbt, a) weil der Körper so krank oder so altersschwach geworden ist, dass seine Organe versagen. Oder b) weil für seine Seele die Zeit gekommen ist. Die Seele ist frei und entscheidet immer selbst. Sie kann entscheiden, noch etwas zu bleiben oder schon loszufliegen. So wie ein Mensch entscheidet, ob er am Ende eines Besuches noch freiwillig etwas länger bleibt oder wie geplant losfährt.
~ "In den Büchern und im Internet hört sich das immer so leicht an, aber ich weiß nicht, wie ich meine Kinder trösten soll." Da das so individuell ist, muss man seinen persönlichen Weg finden. Der auch von Fehlern und Sackgassen geprägt sein kann. Was andere vorschlagen, das braucht man nicht zu machen, wenn das für einen selbst oder für Familienangehörige nicht stimmig ist. Es gibt spezielle Bücher sowie Vor-Ort-Treffen und Zoomgespräche für trauernde Kinder und Familien. Bei Trauer hat man auch Anspruch auf eine von der Krankenkasse bezahlten psychologischen Begleitung oder auf Gruppenangebote.
~ "Was soll ich nur machen? Ich würde am liebsten in der letzten Tagen meines Tieres zu Hause bleiben, aber ich bekomme keinen Urlaub mehr." Das ist ein typisches Problem. Manche lassen sich dann krankschreiben, weil sie sich arbeitsunfähig fühlen, andere nehmen eine unbezahlte Freistellung. Oder sie engagieren jemanden, der in der Wohnung bleibt oder eine Nachbarin, die aller zwei Stunden nach dem Rechten sieht. Oder sie bringen eine preiswerte Kamera mit Blick auf das Zimmer mit dem Liegeplatz an, so dass sie immer wieder mal per Handy nachschauen können, ob das Tier entspannt ist. Ansonsten könnte man mithilfe einer TiKo erfahren, ob das dem Tier etwas ausmacht oder ausgemacht hatte? (Denn nicht alle Tiere und Menschen mögen es, wenn direkt beim Sterben jemand dabei ist. Manche "warten" ab, bis die Angehörigen den Raum verlassen und sterben genau dann. Davon können Hospizfrauen viele Erlebnisse davon erzählen ...)
~ "Was, wenn es stirbt und ich bin nicht da?" (Bei der Antwort geht es nicht um Tiere und Menschen mit komplizierten medizinischen Diagnosen, sondern um "normal" Kranke und Altersschwache.) Dieser Frage liegt meist die Annahme zugrunde, dass es für das sterbende Tier oder einen sterbenden Menschen gut oder sogar nötig ist, dass jemand beim eigentlichen Sterben dabei ist. Ob dem wirklich so ist, das ist individuell. Die einen wollen das, die anderen nicht. In Hospizen scheinen die einen mit ihrem Sterben zu warten, bis die Familienangehörige o.a. da sind, andere sterben genau dann, wenn Familienangehörige o.a. nach tagelangem rund um die Uhr abwechselnd da sein mal nur für eine halbe Stunde das Zimmer verlassen. Bei Tieren ist das genauso. Die einen robben mit ihren letzten Kräften zu ihren Menschen oder ihren Tiergefährten hin oder bleiben auf ihrem Platz liegen. Die anderen verziehen sich, wenn sie nur in der Wohnung leben, hinter das Bett, unter den behängten Wäscheständer, in einen offenstehenden Schrank oder in das Bad unter die Badewanne, als Freigänger in den Garten unter ein Gebüsch oder sie verschwinden in die Umgebung und suchen sich dort einen guten Platz zum Sterben. Wie Tiere und Menschen sterben möchten, sagt nichts über die Beziehung aus, sondern nur über ihre ureigenen Bedürfnisse beim diesem sehr persönlichen Ereignis. Und manche wollen eben dabei nicht auf jemanden anderen achten müssen, sondern wollen nur auf sich achten, ihren Weg in den Himmel ohne eine Ablenkung gehen.
Ich hatte auch so meine Vorstellungen, wie eine Sterbebegleitung aussehen sollte oder könnte. Aber mittlerweile bin ich immer froh, wenn es für die Tiere leicht war, selbst wenn es für mich nicht leicht war, weil ich es anders gebraucht hätte. Meine Katze Maxi starb mit einundzwanzig Jahren, als ich nur mal kurz einkaufen ging, weil sie gerade unter dem Sofa döste. Meine Hündin Susi starb mit siebzehn Jahren direkt bei mir. Meine alte Katze Saim suchte sich in ihren letzten drei Tagen im sonnigen, warmen Mai unter Sträuchern einen ruhigen, bequemen Platz im Garten, ihrem Lieblingsort. Sie starb dort ohne mich, begleitet vom Rauschen des Windes, der durch die Zweige strich, und dem Vogelzwitschern ringsherum. Das hatte sie immer gemocht.
Für sich selbst:
o Sich freie Zeiten einrichten im Alltag. Für die Unterstützung des Tieres, für die eigenen inneren Prozesse, zum Ausruhen und Auftanken
o Sich für die eigenen Bedürfnisse oder Hobbys Zeit in den Kalender eintragen
o Familienangehörige und Befreundete zu sich nach Hause einladen oder zur Hunderunde, wenn man das Tier nicht mehr allein lassen möchte
o Eine räumliche Distanz, wie durch ein Spazierengehen oder Essen gehen ohne das Tier, kann eine hilfreiche emotionale Auszeit oder etwas Abstand bringen
o Manchmal kommt man dadurch auf gute Ideen oder trifft dann "zufällig" die richtigen Leute, die weiterhelfen oder einen hilfreichen Satz sagen oder Tipp geben
o Vielleicht ein Tagebuch führen oder "Meine Briefe an mein Tier" schreiben
o Fotos und Videoaufnahmen vom Tier und sich in verschiedenen Situationen machen
Bei finanziellen Engpässen:
o Um Spenden in der Familie oder unter Bekannten oder im Internet bitten
o Geld für Tierarztkosten oder Futter gibt es bei den Tiertafeln, www.Sozialfelle.de etc.
o Eine Crowdfundingaktion starten bei www.GoFundMe.com oder www.Betterplace.org u.a.
Sich informieren
o Da die wenigsten Kenntnisse rund um die Herausforderungen, die das Altern, eine Pflege und das Versterben mit sich bringen, haben, hilft es, sich darüber Wissen anzueignen
o Wissen und Austausch kann diese Themen enttabuisieren
o Um vorbereitet zu sein, sich generell informieren, was zu erwarten ist beim Altwerden bis bis zum letzten Atemzug. Zum Beispiel über Inkontinenz, Pflegesituationen, ärztliche Ansichten, Trauer, das Geschehen in der Finalphase und anderes mehr
o Am besten mehrere Praxen anrufen, um zu erfragen, wie deren Öffnungszeiten sind und ob sie auch Hausbesuche machen und auch abends oder nachts kommen würden? Denn immer weniger Praxen bieten Hausbesuche und Nachtschichten an und die mittlerweile nur noch wenigen Tierkliniken, die 24 Stunden offen sind, sind deshalb recht voll. Macht man das Anrufen in Ruhe vorher, dann weiß man im Akutfall, wen man sofort anrufen kann. Übrigens fällt bei allen ab 18 Uhr und am Wochenende immer die Notfallpauschale von 50 Euro plus Mehrwertsteuer sowie der erhöhte Stundensatz an.
o Klein- und Großtiere werden auf Wunsch von Zuhause, dem Stall, der Praxis oder der Notfallklinik von den sehr einfühlsamen Angestellten der privaten Bestattungsunternehmen abgeholt. Auch dafür könnte man sich vorher schon mal bei ihnen informieren, wer was wie macht.
Ein schöner, zeremonieller Abschied kann etwas Tröstliches haben.
Eine Familie erzählte mir: "Das Bestattungsunternehmen hatte für uns alles erledigt und uns die Urne nach Haus gebracht. So konnten wir unsere geliebte Katze Lila noch ein letztes Mal an ihre Lieblingsorte bringen und in heimischer Umgebung Abschied von ihr nehmen. An einem Nachmittag haben wir die Urne zum Reitstall mitgenommen. Dort hinter der Pferdekoppel ist ein Wäldchen, da sollte ihr letzter Platz sein. Wir gingen mit der Urne an den Pferdewiesen vorbei, kein Pferd beachtete uns, es war ein Gewusel wie immer. Doch als wir aus dem Wäldchen wieder zurückkamen, war es so ruhig wie noch nie, noch nicht mal einen Vogel hat man gehört. Alle Pferde standen der Reihe nach am Zaun und sahen uns an. Das hatten sie noch nie gemacht! Wir gingen an ihnen vorbei wie an einem Ehrenspalier."
o Zwei informative Bücher sind:
"Tieren beim Sterben helfen" vom Tierarzt Dr. Henrik Hofmann und
"Wenn Tiere ihren Körper verlassen" von Sabine Arndt und Petra Kriegel
Jeder hat die Hoffnung, dass das Sterben leicht geht.
Aber wenn sich diese Erwartungen nicht erfüllen, bleibt einem nichts weiter übrig, als das Geschehen zu akzeptieren.
Das Sterben sollte nicht unbedingt für mich als Angehörige,
sondern vor allem für die Sterbenden stimmig sein.
Am besten ab und an mal innehalten ...
2. Teil
"Dabei"
Die 2. Phase, die finale Phase, ist die Zeit des Endes. "Final" bedeutet im Lateinischen "Ende". Diese Phase dauert bei Tieren und Menschen Sekunden, Minuten, Stunden bis hin zu rund zwei Tagen.
Wenn man nun von Tierärzten oder Tierärztinnen oder Bekannten hört:
o "Das Tier hat bestimmt Schmerzen?" – sollte man überprüfen, ob es die wirklich hat. Wenn ja, dann gibt man ein gut dosiertes Schmerzmittel.
o Lässt sich nicht genau feststellen, ob es nicht doch ab und an leidet und Schmerzen hat, dann kann man ebenfalls mit schmerzreduzierenden Mitteln beginnen.
o "Wollen Sie es denn leiden lassen?" – Natürlich nicht. Da der Tod ein natürlicher Vorgang ist, erfolgt er oft ohne Leiden. Bei eventuell eintretenden Leiden greift eine palliative ärztliche Begleitung, zum Beispiel mit Depot-Schmerzmitteln und anderes.
o "Sparen Sie sich lieber das Geld ..." oder "Ist doch einfacher so ..." – Keinem Angehörigen wird das gleiche vorgeschlagen, wenn der Opa Pflegestufe II oder III erhält oder ein Sportler plötzlich querschnittsgelähmt ist! Sie würden nicht eingeschläfert werde, weil sich alle bewusst sind, dass die Person mehr ist als der Körper und sie dementsprechend begleiten.
Wollen die Tiere von selbst sterben oder möchten sie dabei Hilfe?
In den Büchern und auf den Webseiten von professionellen telepathischen Tierkommunikatorinnen steht einhellig: Das ist sehr individuell.
Die einen Tiere wollen es so, die anderen so, die Dritten fanden beides als Aussicht okay. Eine Tendenz zu dem einem oder dem anderen ist nicht zu erkennen.
In den über zwanzig Jahren meiner Praxisarbeit seit 2005 sollte ich dazu mithilfe der Tierkommunikation schon viele Tiere befragen, beziehungsweise Seminarteilnehmerinnen befragten in meinen angebotenen TiKo-Seminaren die Tiere dazu. Wir kamen zu dem gleichen Ergebnis wie die anderen Tierkommunikatorinnen.
Am besten man befragt das betroffene Tier dazu, dann weiß man mehr.
Ausgebildete professionelle Tierkommunikatorinnen findet man bei www.Netzwerk-Tierkommunikation.de
Die Seelen von den alten oder schwerkranken Tieren kamen auch immer gut im Himmel an, ob sie durch die Einwirkung von außen oder von allein verstarben.
Das ist auch logisch, da die meisten Wildtiere nicht an Altersschwäche versterben, sondern indem für sie der Tod von außen, zum Beispiel durch das Getötetwerden durch andere Tiere, durch Umweltsituationen oder Unfälle eintritt. Die Seelen von Tieren sind also seit Tausenden Generationen natürlicherweise an einen plötzlichen Tod von außen gewöhnt.
Ein Sterben durch Einschläfern hat genauso seine Berechtigung wie ein Sterben, das von selbst geschieht.
Das ist vergleichbar mit einer Geburt, auch da kann eine natürliche Geburt oder ein Kaiserschnitt stimmig sein.
In der finalen Phase löst sich die Seele aus der körperlichen Hülle wie ein Schmetterling aus seinem Kokon und fliegt dann los. Diese Loslösung findet entweder unauffällig im Inneren statt oder sie wird auch im Äußeren sichtbar.
Eine Frau meinte dazu: "Meine Katze ruckelte und zuckelte dabei. Das war so, wie ich das von mir kenne, wenn ich mir meine hautenge Jeans und den engen Rollkragenpullover mit Rumstrampeln ausziehe."
Solche Körperbewegungen werden, wie man bei sterbenden Menschen feststellte, von ihnen meist nicht mehr so wahrgenommen, wie das ein gesunder Mensch empfinden würde. Denn die veränderten Körpervorgänge erzeugen eine Einschränkung der gewohnten körperlichen Selbstwahrnehmung und auch die von Schmerzen.
Bei sterbenden Menschen kommen diese Einbußen in der äußeren Wahrnehmung bei sieben von zehn Sterbenden ab zwei Tage vor dem Tod vor, und in der letzten Stunde bei neun von zehn. Dabei blieben aber die meisten trotzdem ansprechbar. Manche sind bis zuletzt ganz bewusstseinsklar.
Die letzten Kraftreserven, die der Körper noch hatte, sind verbraucht.
Man kann dem Einfallen des Körpers und des Gesichts fast zusehen.
Weil die Lebensenergie immer weniger wird,
werden auch die Lebensfunktionen weniger.
Die Atmung wird flacher und unregelmäßiger, zum Teil mit Atempausen.
Die Pfoten, Beine und Ohren können schon kühler werden.
Die Nerven und Muskeln werden unzureichend versorgt, weswegen sie zucken oder krampfen können oder ein Tier unruhig wird oder sich versucht aufzurappeln.
Die Organe, die Lunge und am Ende das Herz stellen nach und nach ihre Tätigkeiten ein.
In der Regel werden Schmerzen oder Körperbewegungen weniger wahrgenommen.
Das Sterben ist ein natürlicher Vorgang.
Die Wahrnehmung richtet sich nun vorrangig auf die inneren Prozesse aus.
Manche Tiere reagieren deshalb nicht mehr auf Ansprechen und Berührungen und die sie umgebenden Tiere oder Menschen.
Manche legen sich auf den Schoß ihres Menschen. Andere kriechen mit letzter Kraft weg von allen in ein ruhiges Versteck, wie es Tiere draußen machen würden. Das sollte man nicht persönlich nehmen, denn das Verhalten sagt in dieser einmaligen Situation nichts über die Beziehung aus, sondern nur über die Umstände, die jemand beim Sterben möchte.
Andere Tiere ziehen sich jetzt vielleicht von dem Tier zurück oder sie beginnen das sterbende Tier zu unterstützen und für ihn da zu sein.
Ich war bei vier Wellensittichen mit großer Voliere und Zimmerfreiflug zu einem Tierkommunikationstermin, weil einer der vier war am Sterben. Er war schon schwach, hielt sich kaum noch auf der Stange. Die anderen drei, zwei Frauen und ein Mann, stützen ihn abwechseln von links und rechts und beturtelten ihn dabei ganz zart.
Hätte er sich nicht selber "in einem Nest liegen können" gewünscht, hätte ich es der Halterin angeraten, das ihm anzubieten. Wir überlegten kurz wie, dann nahm sie ein Stullenbrettchen, schob es zwischen die Stäbe, baute ein flauschiges Nest aus etwas Stoff und setzte ihn vorsichtig darauf. Man merkte ihm die große Erleichterung darüber an.
Bei alten und schwachen Tieren ist es oft wie ein unbemerktes Hinübergleiten.
Manche Tiere begannen bei ihren letzten Atemzügen plötzlich "loszulaufen",
als würden sie in die andere paradiesische Welt hineinlaufen.
Hilfen in der 2. Phase für das Tier 🐾
Praktische Hilfen:
o Eine weiche Unterlage anbieten
o Achtsam beim Umbetten eines Tieres sein und Falten in der Unterlage ausstreichen und darauf achten, dass das Tier nicht verkrümmt, sondern bequem liegt
o Man kann noch Hilfe bei Lagerung, Bewegungen oder Mund befeuchten geben, für Frischluft sorgen, sollte aber genau hinspüren, ob das das Tier gerade wirklich braucht.
o Eine Inkontinenzunterlage, Kinderwindeln oder Handtücher ausgebreitet unter den Po legen, weil sich direkt nach dem Versterben der Blasen- und Darmmuskel löst
o Eine Decke so hinlegen, dass beim Hochheben der vier Deckenzipfel der Körper des Tieres darin wie in einem Tragetuch liegt, kann eine Umbettung oder späteren Transport erleichtern.
o Eventuell Bachblüten oder ein homöopathisches Mittel anbieten bei einem langen Sterben
Folgendes kann den Sterbeprozess erleichtern:
o Nicht zur Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme zwingen
o Nicht zur Tabletteneinnahme zwingen
o Eventuell die Lippen befeuchten, wenn das Tier das mag
o Die Beine oder den Körper mit weicher Decke, Lampe oder Heizdecke wärmen
o Für frische Luft sorgen, die nicht kalt ist
o Eine angenehme und vertraute Atmosphäre schaffen
o In der sichtbaren Nähe bleiben, so dass das Tier nicht hintergehen muss, sollte es Gesellschaft suchen
o Nicht alle mögen es, die ganze Zeit angesehen zu werden. Dann z. Bsp. lesen oder stricken
o Ab und an sollte man mal für eine viertel oder halbe Stunde aus dem Zimmer gehen, falls das Tier lieber in Ruhe allein versterben möchte.
Die Fachärztin für Palliativmedizin Prof. Dr. med. Janine Diehl-Schmid stellte fest: "Viele Menschen sterben erst dann, wenn niemand mehr mit im Raum ist. Es kommt extrem selten vor, dass jemand stirbt, wenn Pflegepersonal oder Angehörige mit im Raum sind."
Das ist auch oft bei Tieren der Fall. Mir haben schon etliche berichtet, dass sie nur kurz mit dem anderen Hund rausgingen oder einkaufen waren oder erschöpft für eine halbe Stunde auf dem Sofa neben dem Tier ein Nickerchen machten, und ihre Tiere diese Zeit nutzten, um ungestört ihren friedlichen letzten Atemzug zu machen.
Es ist ein nicht stimmendes Mythos, dass es schlimm ist, wenn man nicht allen Sterbenden Gesellschaft leistet beim letzten Atemzug. Die einen wollen das so, aber wie Prof. Dr. med. Janine Diehl-Schmid und viele andere Hospizmitarbeitende immer wieder feststellten: "Viele Menschen sterben erst dann, wenn niemand mehr mit im Raum ist."
Ob ein Tier lieber in Gesellschaft oder gern allein in der ruhigen Wohnung sein möchte beim Sterben, ist KEINE Aussage über die Beziehung zu seinen Liebsten - sondern hängt einfach nur mit den ganz individuellen Bedürfnissen in dieser sehr besonderen mystischen transzendenten Situation des Sterbens zusammen.
Es gibt nun mal
a) diejenigen, die sich ihre Lieben um sich herum wünschen, berührt oder gehalten und angesehen.
b) die anderen, die sich nur wünschen, dass im Haus oder im Zimmer jemand sitzt und anwesend ist, ohne Beobachtetwerden und Berührungen.
c) und es gibt viele, die in Ruhe allein in der Wohnung oder im Garten unter einem Gebüsch verkrochen versterben wollen. Das sollte dann auch respektiert werden.
Sachliche Informationen zum natürlichen Sterben und zum Einschläfern
Wie der Prozess des natürlichen Sterbens ist und wie das Einschläfern vonstatten geht und wie das gut wird, das steht weiter unten im 4. Teil bei "Häufig gestellte Fragen".
Ist ein Körper schon schwach, aber trotzdem noch zu belebt, um zu sterben, dann muss er erst so schwach werden, dass die Lebensfunktionen nicht mehr länger aufrechterhalten werden können und die Organe und das Herz endgültig aufhören zu arbeiten. Das dauert manchmal Wochen, Tage oder einige Stunden.
Dieser ganz natürliche längere Prozess des Schwächerwerdens steht NICHT dafür, dass ein Tier oder ein Mensch auf einer mental-emotionalen Ebene vielleicht "nicht loslassen" könnte! Sondern im Körper ist einfach noch zu viel Lebenskraft, als dass sich die Organfunktionen schon einstellen könnten.
Mir berichteten schon einige, dass nach dem letzten Atemzug
plötzlich die Sonne hinter den Wolken hervorkam.
Hilfen in der 2. Phase für sich selbst 🙎
Wenn das stimmig und möglich ist:
o eher nichts mehr tun, sondern still werden und geschehen lassen
o genügend Taschentücher bereithalten für die fließenden Tränen
o fühlen
o sich körperlich halten und trösten lassen
o Engel oder andere um Unterstützung für das Tier und sich selbst bitten
o beten
o eine Kerze anzünden
o Blumen um das Tier hinlegen
o Abschied nehmen
o gute Wünsche auf den Weg mitgeben
"Wenn du in der Nacht zu den Sternen aufschaust,
dann wisse, auf einem wohne ich und lächele dir zu."
3. Teil
"Danach"
Traurig zu sein ist eine ganz normale emotionale Reaktion auf einen Verlust.
Es macht wenig Unterschied, ob ein Mensch über den Verlust eines Tieres oder den eines Menschen trauert. Dem Herzen ist das egal. Es liebt einfach.
Es ist sehr individuell, wie wir mit Abschieden, Verlusten und Veränderungen umgehen und wie lange deshalb die Verarbeitung des Verlustes und die Integration des neuen Zustandes dauert. Es braucht Zeit, bis das Nicht-mehr-Existierende einen Platz gefunden hat im weitergehenden Leben.
Das Trauern wird in der Psychologie als eine ganz natürliche und gesunde Reaktion auf einen bevorstehenden oder auf einen realen Verlust angesehen. Das Verarbeiten eines Verlustes dauert normalerweise meist ein halbes Jahr bis anderthalb Jahre, bei dem Tod eines Partners oder des eigenen Kindes auch mehrere Jahre oder ein Leben lang.
Auch sein Seelentier kann einem ein Leben lang fehlen. Ich habe schon Halterinnen und Halter erlebt, die reinen Herzens den Fortgang ihres Seelentieres, mit dem sie eine ganz besondere Verbindung hatten, seit Jahren oder seit Jahrzehnten bedauerten. Das Tier ist gegangen, aber die Liebe ist geblieben. Die Liebe kennt keine Zeit, sie ist ewig.
Die Trauer und die Tränen sind hilfreiche und sehr wichtige Begleiterinnen beim Verarbeiten eines Abschieds. Tränen wässern in schweren Zeiten den Garten der Seele. Sie können auch ein verwundetes Herz heilen.
Für die einen fühlte sich der Verlust an wie eine offene Wunde, andere empfanden einen langsamen Verabschiedungsprozess, für manche war es wie ein inneres Reifen mit dem Erkennen von etwas Größerem. Für einige entstand dadurch ein noch tieferes Gefühl füreinander.
Verluste sind keine Strafe und auch keine Lern- oder Prüfungsaufgabe. So wie es auch das Sprichwort sagt: "Die Natur kennt weder Belohnung noch Strafen. Nur Folgen."
Leben und Tod sind zwei natürliche Pole so wie Yin und Yang,
die zusammen etwas Ganzes ergeben.
Es tut gut, wenn Gefühle wahrgenommen und ausgedrückt werden können und auf Fragen und Befürchtungen behutsam eingegangen wird. Wenn dadurch vielleicht klarer wird, was dahinter steht.
Wenn man ernst genommen wird mit all den Befindlichkeiten statt Aufforderungen zu bekommen wie "Du musst mal langsam drüber hinweg kommen!" oder "Du solltest mal endlich dein Tier loslassen..." Es ist unnatürlich, wenn man sich selbst zwingt oder von anderen dazu aufgefordert wird, etwas anderes zu fühlen, als man gerade fühlt.
Das Weinen und das Trauern nicht das Problem, sondern die Lösung.
Das Trauern kann man mit einer Wanderung aus einem schattigen Tal auf einen sonnenbeschienenen Berg mit neuem Lebensmut und Perspektive vergleichen:
Es gibt keine Abkürzung, man braucht nur unterschiedlich lange dafür.
Jeder Schritt muss allein getan werden. Und doch kann man sich dabei stützen, begleiten, helfen lassen. Es gibt einen breiten ausgetretenen Pfad, den schon sehr viele gegangen sind. Es ist der Weg des Lebens.
Es gibt vier Trauer- beziehungsweise Wandlungsphasen
1. Phase: "Schock" mit: Nicht begreifen können. Nur noch funktionieren. Wie betäubt sein. Den bisherigen Alltag als fremd empfindend. Eventuell hat man auch einen emotionalen oder körperlichen Zusammenbruch. (Etwas im Emotionalen wird verletzt.)
2. Phase: "Aufbrechende Gefühle" mit Angst, Vorwürfen, Depressivität, Zorn, Hilflosigkeit, Wut, Liebe oder tiefer Traurigkeit. (Das Emotionale ist wie eine offene Wunde, die wehtut.)
3. Phase: "Auseinandersetzung" mit der Trauer und dem Geschehen. Begreifen und Verarbeiten. Oft der Wunsch nach Rückzug. (Schritt für Schritt heilt diese offene Wunde.)
4. Phase: „Akzeptanz“ mit der langsamen Rückkehr ins Leben und einer neuen Beziehungsfähigkeit. Man trägt die Erinnerung im Herzen. Man schließt Frieden mit den Prozessen des Lebens. Man hat das Gefühl, gereifter zu sein. (Es bleibt eine Narbe zurück.)
Diese vier Phasen sind wie eine ungefähre Landkarte, an der man sich orientieren kann.
Die einzelnen Phasen können ganz kurz sein oder sich über Monate und Jahre erstrecken, sie können sich überlappen oder es können sich auch einzelne Phasen wiederholen.
Trauern ist der Versuch, über einen Verlust hinwegzukommen.
Es ist es wie der Weg einer Heilung.
Da gibt es eine offene Wunde, die sich wieder schließen möchte.
Da gibt es ein gebrochenes Herz, das wieder ganz sein möchte.
Was ist gerade Dein Leuchtturm?
Hilfen in der 3. Phase für sich selbst 🙎
Was kann man bei Trauer machen?
o Hilfreich für die Psyche sind Bewegung an der frischen Luft, Spaziergänge, auflockernde Atemübungen und Gartenarbeit.
o Ebenso Wannenbäder, angenehme Musik und Düfte.
o Auch das Nehmen einer Ruhezeit oder sogar einer Auszeit. Eine gute Bekannte ging deshalb für einige Zeit auf Pilgerwanderung mit ihrem Zelt. Sie ging nicht den Jacobsweg, ob wohl der auch schon vielen geholfen hat, sondern von ihrer Stadt aus einfach immer geradeaus.
o Man kann Trauerrituale machen, zum Beispiel jeden Abend Kerzen um ein Foto herum anzünden und der Seele Gutes wünschen.
o Einen Verabschiedungsbrief am Luftballon in den Himmel steigenlassen.
o Einen ganz besonderen Gedenk- oder Erinnerungsplatz einrichten. Denn wie die Seele einer Hündin in einer Kommunikation zu ihren Menschen sagte: "Unsere Erinnerungen sind wie Brücken, über die wir immer miteinander verbunden sind. Egal, wo wir uns gerade aufhalten."
o Schreiben eines kleinen Textes. Eine poetische Stimmungsgedicht, ein Tagebucheintrag, zu dem Erlebten, eine Geschichte oder anderes. Ein guter Beginn dafür ist: "Es war einmal ..."
o Malen eines einfachen Bildes, in dessen Mittelpunkt das Tier, Fragen oder Gefühle stehen
o Collage basteln aus Fotos und Erinnerungsstücken oder als Video
o Ein Organigramm bei Gedankenkarussells erstellen mit den Vor- und Nachteilen
o Gespräche mit ebenfalls Trauernden, von denen man, manchmal auch ohne Worte, Verständnis für die eigene Lage und die Gefühle bekommt und Angenommensein sowie Trost erfährt.
o Trauer will beachtet werden und sollte einen Platz im Leben und im Alltag haben.
Ob im privaten Kreis oder mit einer Therapeutin, ob in einer (selbst gegründeten) Selbsthilfegruppe oder jeden zweiten Abend mit der Telefonseelsorge-Frau oder einer Bekannten. Das was gut tut, hilft.
o Am angenehmsten sind Begegnungen, bei denen man seine Gefühle ausdrücken kann und achtsam auf sie eingegangen wird, wo man ernst genommen wird mit all seinen Befindlichkeiten.
o Die eigene Gefühle nicht unterdrücken, sondern wahrnehmen.
Dafür kann man sich immer wieder mal die Frage stellen: "Was fühle ich gerade?" Und dann zu sich sagen: "Ja, das fühle ich gerade."
Eines Tages kann man dann auch das Handeln dazunehmen, indem man sich fragt: "Was fühle ich gerade? Und was möchte ich (deshalb) jetzt tun?"
o Gefühlsnotizen in den Kalender eintragen.
o Seine Gefühlslage mit Malfarben oder Buntstiften auf einem Papier sichtbar machen, ohne dass dabei ein reales Bild entstehen muss.
o Einem Tagebüchlein seine tiefsten Gefühlen anvertrauen.
o "Briefe an mein Tier" schreiben.
o Mit positiven Affirmationen arbeiten oder beten.
o Schreibe fünf bis zehn Sachen zu der Frage: "Was nährt mich?" auf ein Blatt Papier. Zum Beispiel: "Sonnenschein", "Eine Wanderung in den Bergen“, "Ein Frühstück mit frischem Obstsalat", "Ein Lob von meiner Kollegin", "Ein Telefonat mit ..., "Am Lagerfeuer oder am Kamin sitzen", "Wald und Meer". Lies sie Dir ab und an mal durch und ergänze sie ...
o Möchte man innere Knoten lösen, Zusammenhänge verstehen, eigene Gefühle ausdrücken– dann bieten sich dafür das MET-Klopfen nach Rainer und Regina Franke, das Ho´oponopono, die Vergebungsmethode nach Colin Tipping, eine systemische Aufstellung oder die Bachblütenmethode an.
o Es gibt sogenannte Trauerkreise, in denen man sich austauschen kann, zum Beispiel das Trauerforum www.Aspetos.com sowie nichtkonfessionelle, moderierte Treffen in Kirchgemeinden, Hospizen, Selbsthilfetreffs, Bürgerzentren oder bei freiberuflichen Trauerbegleiterinnen und -begleitern. Findet man keine Angebote im Umkreis, kann man in den Einrichtungen anregen, solche Abende für Betroffene stattfinden zu lassen und dann selber daran teilnehmen. Die Einrichtungen sind in der Regel gern dazu bereit.
o Es gibt Bücher, die einen unterstützen können:
- das Büchlein "Vertraue Deiner Trauer" vom Kleinen Elfenhellfer mit kurzen Texten
- "Über den Tod und das Leben danach" von Dr. Elisabeth Kübler-Ross
- "Es ist okay, wenn du traurig bist – Warum Trauer ein wichtiges Gefühl ist und wie wir lernen, weiterzumachen" von Megan Devine
- "Mehr als nur eine Katze – Ein Trost- und Erinnerungsbuch" von Kristin Hoffmann
- "Heile dein Herz – Wege zu Liebe und Kraft bei Trennung, Verlust und Abschied" von Louise Hay und David Kessler mit einem Extrakapitel zum Verlust von Haustieren
- Trostbücher für Kinder beziehungsweise für das innere Kind: "Adieu, Herr Muffin" von Ulf Nilsson, "Ein kleiner Hase in Trauer" von der Tierärztin Celina del Amo, "Weil du mir so fehlst" von Ayse Bosse, "Lebe wohl, lieber Dachs" von Susan Varley.
Meine Empfehlungen bei Schuld oder auch Selbstvorwürfen
Von der Erfahrung her hilft es den Betroffenen kaum, das Problem dahinter zu lösen mit Sätzen wie: "Tiere erleben den Tod doch ganz anders ...", "Nun mach Dir doch nicht immer Vorwürfe, du kannst ja jetzt sowieso nichts mehr dran ändern!", "Das ist doch nur eine Erscheinung des Egos!", "Du hältst das Tier damit nur fest!" (Das ist nicht möglich, da die Seele absolut frei ist in ihren Entscheidungen.)
Solche Sätze bewirken bei manchen eher, dass sie sich noch mehr Vorwürfe machen.
Wenn Gefühlen, Fragen und Gedanken nicht Raum gegeben werden kann, führt das bei den Betroffenen nicht zur Lösung, sondern nur zur Unterdrückung der Emotionen oder zu jahrelangen Gedankenkarussellen.
Bei Schuldgefühlen gibt es die Möglichkeit des Ausgleichs.
Wenn man den Verlust nicht verhindert hat oder sogar daran beteiligt gewesen ist oder aus anderen Gründen Schuldgefühle hat, dann kann man einen Ausgleich anbieten.
Zum Beispiel mit "Dir zu Ehren mache ich etwas ganz Besonderes aus oder in meinem Leben." Was das ist, genau beschreiben mit "Ich werde ... tun." Zum Beispiel: "Ich werde drei kranken Pferden so lange Reiki geben, bis sie wieder ganz gesund sind.", "Ich werde eine große Spende an ein kleines Tierheim überweisen.", "Ich werde einen Artikel über das Geschehnis schreiben, um anderen Menschen zu warnen, dass sie nicht den gleichen Fehler wie ich begehen.", "Ich werde Bello zu Ehren endlich mein Gerümpelzimmer ausmisten, dann neu streichen und es ganz schön einrichten und dann ein Foto von ihm auf einen Ehrenplatz stellen."
Danach sollte man noch mal prüfen, ob nun alles ausgeglichen ist.
Wichtig: Ein Ausgleich funktioniert nicht mit Selbst- oder Fremdbestrafungen. Damit bleibt das Gefühl der Unausgeglichenheit. Es muss etwas Lebensförderndes sein.
Wenn jemand
- sich wegen einem Tier noch Vorwürfe macht
- Schuldgefühle hat
- für den Seelenfrieden wissen muss, wo die Seele ist und ob es ihr jetzt gut geht
- das Gefühl hast, dass noch etwas ungeklärt ist oder Fragen offen sind
- wissen möchte, ob das Tier in der nächsten Inkarnation wiederkommen möchte
- noch was aussprechen möchte
- um Botschaften, Ratschläge, Vermächtnisse nachfragen will,
dann ist eine telepathische Kommunikation mit dem betroffenen Tier ideal.
Für eine telepathische Tierkommunikation ist es egal, ob ein Tier gerade in seinem Pelz ist - also das, was wir "Leben" nennen oder vor kurzer oder langer Zeit verstorben ist.
Was stirbt, ist das Materielle, der Körper. Die Seele und der Geist dagegen sind zeitlos und unsterblich. Deshalb kann man auch mit der Seele reden.
Trauern ist liebevolles Erinnern.
Was bleibt, ist die Erinnerung.
Und für immer die Liebe.
- - - - - - -
Wir gleiten durch die Zeiten.
Und etwas begleitet uns
dabei unendlich sanft.
4. Teil
Häufig gestellte Fragen
Diese Fragen wurden mir immer wieder bei Terminen gestellt:
Kann man mithilfe der Tierkommunikation erfahren, auf welche Art und wann ein Tier sterben möchte? Das zu wissen, würde mich sehr entlasten.
Ja, das ist möglich. Vielen Halterinnen und Haltern fällt es mit den Antworten ihrer Tiere leichter, eine Entscheidung im Sinne des Tieres zu treffen, soweit wie das möglich ist. Je mehr Informationen man hat, umso besser kann man das weitere Vorgehen abwägen.
Wenn es mit dem Befinden auf und ab geht oder es sich stetig verschlimmert, dann müsste immer wieder der neueste Stand abgefragt werden. Denn die geäußerten Wünsche können sich von Woche zu Woche und von Tag zu Tag verändern.
Man sollte daran denken, dass Tiere medizinische Laien sind und Komplikationen beim Verschlimmern des körperlichen Zustandes oder in der finalen Phase des Sterbens nicht absehen können. Deshalb können die Ergebnisse einer Kommunikation keine palliative tierärztliche Diagnostik ersetzen. Sie können allerdings im interdisziplinären Miteinander wichtige Hinweise liefern.
Die Antworten des Tieres können eine Entscheidung erleichtern, aber sie entbinden eine Halterin oder einen Halter nicht von der Verantwortung, im Fall des Falles auch eine andere Entscheidung treffen zu müssen.
Manchmal sind auch Entscheidungen zu treffen, deren Folgen man noch nicht kennt. So etwas muss man bisweilen auch in anderen Lebensbereichen tun. Im Leben und deshalb auch beim Sterben ist nicht immer alles planbar und vorherzusehen.
Weshalb ist beim letzten Arzttermin noch eine Anamnese nötig?
Tiere dürfen laut Gesetz nur in Notfällen, in aussichtslosen Krankheitsfällen, in einem finalen Zustand oder aus einem anderen triftigen Grund eingeschläfert werden. Deshalb ist eine Einschätzung des Zustandes nötig. Eine Anamnese umfasst die Untersuchung von Herz, Atmung und Kreislauf sowie Fragen zum Beginn, Verlauf und Schwere der Beschwerden und anderes mehr. Frühere Laborberichte, Tierarztrechnungen oder Handyvideos von den Beschwerden können eine Einschätzung des Zustandes unterstützen. Anhand dessen kann eine Tierärztin oder ein Tierarzt einen Eindruck von der Erkrankung gewinnen, eine Kurzanamnese muss aber trotzdem noch gemacht werden.
Wie viel kostet der letzte Termin?
Der Preis kann bei Kleintieren je nach Tierart, Tiergröße, Fahrtkosten, Umfang der Anamnese, Menge der verwendeten Einschläferungsmittel sowie die Dienstleistung an sich bei insgesamt rund 70 Euro bis 300 Euro liegen, bei Großtieren bei rund 250 bis 500 Euro. Je nachdem, ob die Praxis dafür den ein-, zwei-, drei- oder vierfachen Gebührensatz laut GOT hat. Die GOT ist die „Gebührenordnung für Tierärzte“, nach der immer abgerechnet wird.
Bei Terminen nach 18 Uhr und am Wochenende kann man mit dem vierfachen Gebührensatz rechnen. Außerdem fällt in dieser Zeit immer die vorgeschriebene Pauschale in Höhe von 50 Euro plus Mwst. an. Deshalb kann das Einschläfern eines Hundes tagsüber in der Sprechzeit in der Praxis rund 150 Euro kosten, am Abend mobil zu Hause mit zwanzig Kilometer Anfahrt rund 500 Euro.
Auf Nachfrage schläfern manche Tierärztinnen und Tierärzte größere Hunde auch draußen im vertrauten Auto der Halterin oder des Halters auf dem Parkplatz der Praxis ein, um allen das Hinein- und Hinaustragen zu ersparen. Das Warten und das Einschläfern im Autoheck kann Hunden, die Angst vor Wartezimmern und Praxen haben, den Praxisstress ersparen.
Am besten vorher die Notfallbereitschaften abklären
Auch wenn das vielleicht schwerfällt, hat es sich doch als nützlich für das Tier erwiesen, schon einige Tage vor dem zu erwartenden Lebensende mit mehreren Tierarztpraxen abzuklären, wie deren Hausbesuchs- oder Notdienstöffnungszeiten für die nächsten Tage, Nächte und am Wochenende sind.
Bei Praxen und Kliniken sollte man sich, bevor man sich auf den Weg macht, erkundigen, wie voll die sind und wann man drankommen würde. Stundenlanges Warten in Tierklinikwartezimmern ist aufgrund der Umstrukturierung der deutschen Praxis- und Kliniklandschaft keine Seltenheit mehr. Es kann sein, dass man trotz einer Terminzusage lange warten muss, denn wenn Tiere hereinkommen, deren Leben mit einer Operation gerettet werden können, wie bei einer Magendrehung, wo jede Minute zählt, werden diese immer einem gerade unabwendbar sterbenden Tier vorgezogen...
Was sind die äußeren Anzeichen, wenn ein Tier von selbst stirbt?
Dann werden die Pfoten und Beine kühler, der Atem wird unregelmäßig, flacher und seltener, der Stoffwechsel kommt zum Erliegen und das Gehirn und die Organe stellen nach und nach ihre Tätigkeiten ein, weil sich die Vitalkraft mehr und mehr aus dem gesamten Körper zurückzieht.
Das beginnt an der Körperperipherie, was man an der abnehmenden Durchblutung an den dadurch kühler werdenden Pfoten und an dem schwächer werdenden Blick bemerken kann, geht dann über das Gehirn, dessen Leistung abnimmt, und endet bei der Lunge und dem Herzen, die als Letztes ihren Dienst aufgeben.
Außerdem können auftreten: Schläfrigkeit, Teilnahmslosigkeit, Rückzug, kein Interesse mehr an Essen und Trinken, kalte Gliedmaßen oder Niedrigtemperatur wegen der nachlassenden Durchblutung, Inkontinenz, ein niedriger Puls, eine flache und schnelle Atmung, Schnappatmung oder Atempausen.
Infolge des Rückgangs der Gehirnaktivitäten eventuell Wahrnehmungs- und Bewusstseinstrübungen, Desorientierung, ein eingeschränktes Hör- und Sehvermögen oder ein schwereres Begreifen von Zusammenhängen. Aufgrund dessen können auch Angstphasen, Lautäußerungen wie Bellen, kurzes Fiepen und Stöhnen oder eine motorische Unruhe mit Aufstehen und langem Herumtappen auftreten.
Das Abnehmen der äußeren Wahrnehmung gehört in der Regel zum Sterben dazu, denn die Wahrnehmung richtet sich nun vorrangig auf die inneren Prozesse aus.
(Bei sterbenden Menschen kommen diese Einbußen in der äußeren Wahrnehmung bei sieben von zehn Sterbenden ab zwei Tage vor dem Tod vor und in der letzten Stunde bei neun von zehn. Dabei blieben aber die meisten trotzdem ansprechbar. Manche waren bis zuletzt ganz bewusstseinsklar.)
Auf der feinstofflichen Ebene löst sich die Seele aus der körperlichen Hülle wie ein Schmetterling aus seinem Kokon und fliegt dann los. Diese Loslösung geht entweder unauffällig im Inneren vonstatten oder sie wird auch im Äußeren sichtbar. Eine Frau meinte, „meine Katze ruckelte und zuckelte dabei. Das war so, wie ich das von mir kenne, wenn ich mir meine hautenge Jeans und den engen Rollkragenpullover mit Rumstrampeln ausziehe.“ Solche Körperbewegungen werden, wie man bei sterbenden Menschen feststellte, von ihnen meist nicht mehr so wahrgenommen, wie das ein gesunder Mensch empfinden würde, denn die veränderten Körpervorgänge erzeugen eine Einschränkung der gewohnten körperlichen Selbstwahrnehmung und auch eine Einschränkung bei der Wahrnehmung von Schmerzen.
Eine ehemalige Basisseminarteilnehmerin begleitete zusammen mit drei weiteren sterbeerfahrenen Frauen aus dem Offenstall ihre Stute bei ihrem natürlichen Sterben. Das hatte sich die Stute so gewünscht. Eine Tierärztin hätte jederzeit kommen können. Sie war aber nicht nötig,denn das Sterben verlief ganz normal. Ich saß daheim mit dem Foto der Stute und wurde zur Sicherheit noch zusätzlich jede halbe Stunde von der Halterin angerufen, falls die Stute Wünsche äußerte. Das Sterben zog sich über mehrere Stunden hinweg, in denen sie mal ruhig da lag, mal nach Luft schnappte oder röchelte, weil ihre Lunge immer weniger regelmäßig arbeitete. Mal zuckten oder krampften ihre Beine oder der Hals, weil die Muskulatur und die Nervenbahnen nicht mehr durchgängig versorgt wurden. Ihr Körper stellte mehr und mehr seine Funktionen ein, wie das beim Sterben eben so ist. Bei jeder der ganz kurzen Nachfragen jede halbe Stunde mit: "Wünschst du dir etwas?" gab sie mir zu verstehen, dass alles stimmig sei und sie auch keine Schmerzen hätte oder leiden würde. Die erfahrenen Frauen vor Ort hatten unabhängig von mir die ganze Zeit über die gleiche Wahrnehmung. Für die Stute war alles gut.
Ziehen sich Tiere am Ende zurück?
Die meisten Sterbenden haben in ihrer letzten Phase genug mit sich selbst zu tun. Deshalb kann es sein, dass sie nicht mehr auf Ansprechen, Streicheln und auf die sie umgebenden Tiere oder Menschen reagieren. Häufig wenden sie sich schon in ihren letzten Tagen bei einem Streichel- oder Umlegeversuch ab oder gehen weg. Das alles sollte man nicht persönlich nehmen, denn das sagt in dieser Phase überhaupt nichts über den Beziehungsstatus aus, sondern nur über ihre fortschreitende Abnabelung von dem Äußeren und ihre persönlichen Bedürfnisse beim Sterben. Außerdem sind Sterbende oft berührungsempfindlich, so dass selbst ein Kraulen oder Streicheln zu viel wird.
Eine Frau erzählte mir, dass sie zuerst ganz betroffen war, als ihre Katze, mit der sie sich immer tief verbunden fühlte, deutlich von ihr wegrückte. Aber je mehr sich die Frau nicht in ihre eigenen, sondern in die Bedürfnisse ihrer Katze einfühlte, umso mehr konnte sie ihre Katze verstehen.
Die einen blieben auf ihren Plätzen liegen, andere krochen mit letzter Kraft in eine ruhige Ecke, unter Sträucher oder in ein Versteck, wie es die Tiere in der Natur machen würden. Es kam aber auch schon vor, und das sollte man dann ganz persönlich nehmen, dass sie noch ein letztes Mal über den Arm ihrer Liebsten leckten.
Jeder hat die Hoffnung, dass das Sterben leicht und schön wird. Aber wenn sich diese Erwartungen nicht erfüllen, bleibt einem nichts weiter übrig, als das Geschehen zu akzeptieren. Ich war bisher immer froh, wenn es für die Tiere leicht war, selbst wenn es für mich nicht leicht war. Denn ich finde, das Sterben sollte nicht für mich als Angehörige, sondern für die Sterbenden stimmig sein.
Ich möchte mich emotional auf das Einschläfern meines Tieres vorbereiten und deshalb wissen, wie das genau abläuft?
Eingeschläfert wird in Deutschland entweder mithilfe eines Narkosemittels, das ist ein Barbiturat, oder mit "T 61", das ist ein Embutramid. Mithilfe eines Barbiturats, dessen Wirkstoff Pentobarbital ist, gleiten Tiere in Sekundenschnelle sicher, schmerzfrei und bewusstlos in den Tod hinüber.
Das Mittel "T 61" ist ein Pharmapräparat aus den USA, zu dem stehen viele Erfahrungsberichte und auch Warnhinweise von Tierärzten im Internet, beispielsweise unter den Stichwörtern "Euthanasie", "Pferde-Euthanasie", "Beipackzettel T 61" und "T 61". Dort werden Ersticken, Schmerzäußerungen und Todeskämpfe über Minuten bis zu einer Stunde bei vollem Bewusstsein angegeben, wenn es als alleiniges Mittel verwendet wurde. Laut Wikipedia beim Stichwort "Embutramid" ist "die Anwendung von T 61 als alleiniges Mittel zur Euthanasie umstritten." Das heißt, bei der Verwendung von T 61 sollte vorher immer ein Vollnarkosemittel verabreicht werden!
Als Halterin oder Halter sollte man deshalb vor dem Einschläferungstermin am besten direkt mit der ausführenden Tierärztin oder dem Tierarzt absprechen, mit welchem Mittel das passieren soll. Am eindeutigsten ist es, wenn man sagt, dass man auf alle Fälle das Einschläfern ausschließlich mit Pentobarbital haben will. Wenn das nicht möglich ist, dann soll als Erstes unbedingt eine Vollnarkose gegeben werden und erst dann T 61 verabreicht werden!
Es gibt mehrere Möglichkeiten zum Einschläfern:
~ Es reicht eine einzige Spritze mit einem Pentobarbital aus.
~ Von einem Einschläfern nur mit T 61 wird eindringlich gewarnt.
~ Es wird mit einer Sedierung begonnen und dann erfolgt ein Pentobarbital.
~ Von einem Einschläfern mit T 61 nur nach einer Sedierung wird ausdrücklich abgeraten, denn nur eine Sedierung gilt bei T 61 als nicht ausreichend. Vor T 61 sollte immer unbedingt eine Vollnarkose verabreicht werden.
~ Es wird eine Vollnarkose gegeben und dann Pentobarbital oder T 61.
~ Es wird mit einer Sedierung begonnen, dann eine Vollnarkose gegeben und daraufhin Pentobarbital oder T 61.
Die Mittel, ob für die Sedierung, Narkose oder zum Einschläfern, werden intramuskulär, also durch die Hau in die Muskulatur, oder über eine Vene injiziert. Das geschieht entweder mithilfe einer Spritze oder über einen Venenverweilkatheter.
Erfolgt das intramuskulär mit einer Spritze, dann wird die durch die Haut zum Beispiel in den Oberschenkel verabreicht. Die Einschläferungsdosis kann auch direkt in den Bauch oder in die Lunge mit einer Spritze gegeben werden.
Mit einem Barbiturat führt das wie bei einer Gabe über eine Vene innerhalb von Sekunden zum Atem- und Herzstillstand und damit zu einem ganz sanften Tod. Wenn das Einschläfern mit einem Barbiturat geschieht, das ja ein Narkosemittel ist, dann sind die Tiere immer sofort schmerzfrei und bekommen nichts mehr mit.
Der Venenverweilkatheter ist ein hauchdünnes Röhrchen, das in der Vene verweilen kann und nicht wie eine Spritze gleich wieder herausgezogen werden muss. Über dieses Röhrchen kann per Spritze nacheinander je nach Bedarf das Sedierungsmittel, das Narkosemittel sowie das Pentobarbital oder das T 61 verabreicht werden.
Um die Vene zu finden, wird vorher das Fell darüber wegrasiert. Bei unruhigen oder scheuen Tieren ist es oft nicht möglich, in Ruhe einen Zugang zur Vene zu setzen. Deshalb erhalten sie zuerst eine intramuskuläre Sedierungsspritze, um den Katheter setzen zu können oder mit den anderen Mitteln fortzufahren. Eine Sedierung ist eine leichte Narkose, die zu einer Beruhigung oder tiefen Müdigkeit führt. Auch ein Kurznarkotikum ist möglich.
Das Einschläfern von Kleinsttieren mit Besonderheiten
Bei kleinen Tieren, Vögeln, Meerschweinchen und Kaninchen erfolgt die Narkose oft in einer speziellen Box durch die Inhalation eines Anästhesiegases. Damit umgeht man bei kleinen Tierarten das Festhalten mit den Händen, wenn diese Angst vor einem ungewohnten Angefasstwerden oder vor fremden Menschen haben.
Narkoseboxen gibt es nicht unbedingt in jeder Praxis, aber auf jeden Fall in den Fachpraxen für Kleinsäuger und Vögel.
Das Einschläfern von Pferden und Ponys
Bei Großtieren erfolgt in Pferdekliniken als Erstes immer eine Sedierung, um dann den Venenverweilkatheter anlegen zu können. Als Zweites folgt die Vollnarkose und als Drittes die Euthanasierung mit einem Barbiturat oder mit T 61. Ein Teil der Kliniken verwendet T 61, alle anderen Pentobarbital. Ebenso die mobilen Tierärztinnen und Tierärzten, die auf den Hof kommen. Ihnen muss man vorher deutlich sagen, dass man entweder ausschließlich Barbiturate will oder definitiv erst nach einer Vollnarkose das T 61 gegeben werden soll!
Durch die Narkose geht beim Pferd natürlich die Kraft in den Beinen verloren. Das heißt, ohne das noch wahrzunehmen, sinkt es wie eine ohnmächtig gewordene Prinzessin zu Boden.
Maike Walther stellt in ihrer Doktorarbeit aufgrund von Hunderten Befragungen fest, dass dieser Augenblick bei fast jeder zweiten Halterin oder Halter der emotional schwierigste Moment war. Jeder vierten Halterin oder Halter gingen auch die letzten tiefen Atemzüge nahe, die sogenannten "Final Gasps", die bei jedem dritten Pferd auftraten. Die Anwesenheit der Halterinnen oder Halter wurde in allen 12 Pferdekliniken, bis auf eine Klinik, nicht als störend, sondern als ganz normal angesehen.
Zwei von drei Besitzern gaben hinterher an, dass das Dabeisein ihnen half, über den Verlust des Tieres besser hinwegzukommen. Rund 90 % aller Besitzer hatten das Gefühl, dass die Kliniktierärztinnen und -tierärzte sehr gut auf sie und das Pferd eingegangen waren.
Wenn die Besitzer bei dem Einschläfern mit dabei waren, stiegen die Werte für Kortisol, dem Stresshormon, beim Pferd weniger stark an, als wenn die Pferde ohne ihre Besitzer in der Klinik waren. Deren Anwesenheit ließ ein Pferd also wesentlich entspannter sein. Selbst wenn die Besitzerinnen und Besitzer starke Emotionen zeigten, stiegen die Stresswerte bei ihren Pferden signifikant weniger an. Das heißt, dass den Tieren selbst hochemotionale Halterinnen und Halter guttaten!
Wie lange kann man ein Tier nach dem Versterben noch liegen lassen?
Je nach Bundesland dürfen verstorbene Menschen offiziell einen Tag bis mehrere Tage zum Abschiednehmen in der Wohnung im Bett oder im offenen Sarg liegen bleiben. Für Tiere gibt es diese zeitliche Begrenzung nicht.
Nach einiger Zeit beginnt der Körper aufgrund der biochemischen Veränderungen leicht zu riechen, was aber mit Lüften, einem Raumduftspray oder einem Räucherstäbchen zu beheben ist, wenn man den Körper nicht ohnehin auf dem Balkon, auf der Terrasse oder in einem schattigen Gartenbereich aufbahrt.
Man kann verstorbene Menschen und Tiere ganz normal streicheln, sie aus- und anziehen oder sie zum Umbetten anfassen. Das kann man genauso tun, wie man es zu ihren Lebzeiten tat. Als früher zu Hause gestorben wurde, war das für die Verwandten ganz natürlich. In anderen Kontinenten ist das noch heute so.
Sowohl Menschen wie auch Tiere sehen einige Zeit nach dem Sterben friedlich aus. Sie dann anzusehen, tat schon vielen gut und erleichterte die Trauer.
Ein Paar mit Kindern bahrte in der Diele ihres Einfamilienhauses ihr verstorbenes Kaninchen auf einer Decke in einem Korb auf. Alle standen öfter bei ihm, streichelten es, sagten etwas zu ihm oder wünschten ihm etwas. Nach einigen Tagen beerdigten sie es mit einem kleinen Ritual im Garten.
Wo kann man ein Tier begraben?
Das Begraben im eigenen Grundstück ist erlaubt, wenn es nicht in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt. Weitergehende Informationen zu einer Tierbestattung erhält man bei seiner Gemeinde. Wer keinen eigenen Garten hat und sein Tier nicht woanders begraben möchte, der kann es auch einäschern oder auf einem Tierfriedhof bestatten lassen.
Am besten nimmt man schon einige Tage vor dem letzten Tag Kontakt mit den Bestattungsinstituten auf, denn verstorbene Klein- und Großtiere werden von den Bestattungsunternehmen auf Wunsch auch von zuhause, dem Stall, der Praxis oder der Notfallklinik abgeholt.
Seit 2017 sind in Deutschland auch stationäre und mobile Einäscherungen für Ponys und Pferde erlaubt und werden in jedem Bundesland angeboten. Ich habe bisher nur Gutes über die Bestattungsunternehmen gehört. Dort wird den verstorbenen Tieren und ihren Angehörigen in angenehmen Räumen sehr liebevoll und empathisch begegnet.
Ein schöner zeremonieller Abschied hat etwas Tröstliches.
Eine Familie erzählte mir: "Das Bestattungsunternehmen hatte für uns alles erledigt und uns die Urne nach Haus gebracht. So konnten wir unsere geliebte Katze Lila noch ein letztes Mal an ihre Lieblingsorte bringen und in heimischer Umgebung Abschied von ihr nehmen. An einem Nachmittag haben wir die Urne zum Reitstall mitgenommen. Dort hinter der Pferdekoppel ist ein Wäldchen, da sollte ihr letzter Platz sein. Wir gingen mit der Urne an den Pferdewiesen vorbei, kein Pferd beachtete uns, es war ein Gewusel wie immer. Doch als wir aus dem Wäldchen wieder zurückkamen, war es so ruhig wie noch nie, noch nicht mal einen Vogel hat man gehört. Alle Pferde standen der Reihe nach am Zaun und sahen uns an. Das hatten sie noch nie gemacht! Wir gingen an ihnen vorbei wie an einem Ehrenspalier."
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Im japanischen Zen heißt es:
"Für das Begreifen der Endlichkeit und der Unendlichkeit
braucht es länger als ein Leben.“
Das Impressum zum Kurs:
Dieser Kurs ist von Iljana Planke
Kursanbieterin und Buchautorin
www.Reiki-fuer-Tiere-Seminare.de
"Praxis für Mensch & Tier" Remise in
der Ringbahnstraße 22 in 12351 Berlin
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